Immer mehr Städte fördern aktiv die Benutzung von Fahrrädern als Alltagstransport. In Frankfurt hat sich die Initiative Radlust gebildet, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Rad nicht als etwas Besonderes zu sehen, sondern als etwas Normales, das wir jeden Tag benutzen.

So weiss man heute, dass eine Verdoppelung der Nutzung von täglichen Wegen durchs Rad in den meisten Städten durchaus möglich ist, Kapazitäten also ausreichend vorhanden sind. Diese würde aber vor allem auch automatisch eine Entlastung des des Autoverkehrs mit sich bringen. Und natürlich ist das Radeln ein eine aktive Tätigkeit und eine gute Maßnahme gegen den Bewegungsmangel und stärkt damit letztlich auch die Gesundheit. Letztlich fordert man, dass Bürger weniger mit Planungsdebatten belastet werden sollen und am besten einfach drauf los radeln sollen.

In vielen Städten wird das Radfahren auch durch das Angebot von Leihrädern beworben. Wer kein eigenes Rad hat, kann einfach eine App herunterladen, sich anmelden und dann ein Rad an einer der vielen Stationen entnehmen und losfahren. Abgerechnet wird meist nach gefahrenen Kilometern oder nach Zeit. Und wer im Urlaub ist, wird in vielen Orten auch im lokalen Touristenzentrum Hilfe finden, sich ein Rad zu mieten. Dort bekommt man auch Radkarten. Denn der Urlaub ist immer noch eine Zeit, in der die meisten Menschen das Rad wieder entdecken. Wer nicht gerade in den Bergen unterwegs ist wird, seine Freude daran finden, die Umgebung auf zwei Rädern zu erkunden, stehen zu bleiben wo man etwas Interessantes findet und dann weiterzufahren.

Verbände wie der Allgemeine Deutsche Fahrradclub kämpfen schon seit Anbeginn dafür, Städte Fahrradfreundlicher zu machen. Ihre Hoffnung ist es, mehr Menschen von Auto aufs Rad zu bekommen und damit auch die Städte wieder lebenswerter zu machen. Denn gerade die meisten deutschen Innenstädte sind nie für das heutige Verkehrsaufkommen gebaut worden und ersticken geradezu unter der Autolast. Nur 10 Prozent Umsteiger aufs Rad würden schon eine Menge ausmachen.